Eine Auswahl unserer bisherigen Projekte


Mai 2017

Vom Schwinden

Produktion: Cactus Junges Theater in Kooperation mit dem theaterkollektiv art+weise 

RegieJudith Suermann, Lea Bullerjahn
Dramaturgie/SprecherziehungSarah Christine Giese

Video: Sersch Hinkelmann
Musik: Dominik Hahn
BühneFrederic Clausen
Kostüme: Bettina Zumdick
Grafikdesign: Erich Saar
Licht: Lennart Aufenvenne
Regieassistenz: Maren Meyer
Fotos: Erich Saar


Eine intergenerationelle Mädchen/Frauen-Theaterproduktion über die Erinnerung und das Vergessen.


Eine nicht näher definierte Zukunft. Eine Gedächtniskrankheit, deren Ursache nicht bekannt ist. Sie nimmt jungen Frauen ihre kompletten Erinnerungen. Ältere Frauen, die sich um sie kümmern, ihnen zur Seite stehen, sie aber auch fordern und verhören. Eine stimmungsvoll-düster collagierte Welt.

Das Regieteam J. Suermann / L. Bullerjahn hat sich gemeinsam mit der Dramaturgin S.Giese und einem 14-köpfigen Ensemble (8 Mädchen und 6 Frauen 60+) auf Spurensuche der Erinnerungen und des Vergessens begeben. Und es wurden Arten des Bewahrens und Vernichtens erkundet. Welche Erlebnisse machen mich aus? Welche Erinnerungen sind es wert, bewahrt zu werden? Und was möchte ich vielleicht vergessen, kann es aber nicht? Wann täuscht/trügt mich mein Gedächtnis und worüber kriecht der Mantel des Vergessens? 

In Bildern und Szenen aus Wort, Bewegungen, Musik und Film.


Es spielen: Samira Karidio, Lotta Kuss, Hannah Hohenhövel, Annika Möller, Anna Liebert, Momo Fernholz, Naima Marx, Melina Hessel, Ingrid Schulte, Marie-Luise Brakowsky, Lielo Gummersbach, Ursula Saatz, Dorothea Savage, Hilke Prahm-Rohlje


Förderer: kontinuierliche Förderung durch das Kulturamt der Stadt Münster, Ministerium FKJKS NRW (über Förderfonds Kultur und Alter), Frauenbüro der Stadt Münster, Heidehof Stiftung GmbH


unterstützt durch: Soroptimist International, Cibaria, Roadstop GmbH, andante gGmbH


Premiere: Do 18. Mai 2017

Weitere Aufführungen: Fr 19. (mit Gebärdensprachdolmetscher), Sa 20., So 21., Mo 22., Di 23., Mi 24. Mai 2017 (jeweils 20.00 Uhr)

Schulaufführung: Mi 24.5., 11.00 Uhr  


Dank an: Stefanie Oberfeld, Sabeth Dannenberg, Petra Kindler, Jaci Licher 





August 2016 - September 2016

Eine Woche auf dem Land

 

Regie & Projektleitung: theaterkollektiv art+weise  

 

Gruppe: Seniorenheim St. Josef Wadersloh

Ort: Wadersloh

In Kooperation mit: Demenz-Servicezentrum Münsterland

Finanziert von: Demenz-Servicezentrum Münsterland, Alzheimer Gesellschaft im Kreis Warendorf e.V., Seniorenheim St. Josef Wadersloh


Vier Tage lang haben Rahel Kurpat vom theaterkollektiv art+weise und Jessica Höhn von Demenzionen im Seniorenheim St. Josef in Wadersloh eine theatrale Projektwoche mit hochaltrigen Bewohnern mit Demenz durchgeführt. Innerhalb dieser Woche verbrachten die Teilnehmenden mit den Theaterpädagoginnen eine Woche auf dem Land.

Jeder Tag brachte nicht nur unterschiedliche inhaltliche Schwerpunkte, sondern auch unterschiediche Highlights, die an der Lebenrealität der Mitwirkenden ansetzte, diese aufgriff und sie basal theatral, aber vor allem spielerisch in Szene setzte.

Während am Dienstag eine echte Kuh mit ihrem Kalb integriert wurde, entwickelten sie am Mittwoch die beiden Rollen "Bauer Heinrich" und "Bäuerin Lisbeth", die die Gruppe die Woche weiterhin begleiteten. Am Donnerstag gab es zusätzlich eine Plattdeutsche Andacht und am Freitag ein großes Dorffest.

 

 Innerhalb von improvisierten Szenen erlebte die Gruppe das Leben auf dem Bauernhof wieder. In der einen Szene bekam die junge Magd beim Wäscherecken Liebestipps von der älteren Frau. In der anderen Szene berichtete der alte Mann beim Aufhängen der Wäsche von seiner Lehre, die er einmal als junger Mann gemacht hat und gab Tipps zur Jobsuche. Am nächsten Tag reisten die Gruppe in einer Szene auf einen Bauernhof um dort dem Bauern Heinrich und der Bäuerin Lisbeth zu helfen: Kühe melken, Hühner füttern, Holz hacken... vertraute Bewegungen, die Erinnerungen weckten und zum Erzählen einluden.

Gerade in solchen Momenten konnte bemerkt werden, welche Rolle die plattdeutsche Sprache im Leben der Hochaltrigen spielte. Gerade Lieder, Sprüche und Zitate von Eltern, Großeltern, Onkel und Tanten wurden in dieser Sprache wiedergegeben und sich darüber ausgetauscht.

Das Ziel der Theaterpädagoginnen war es, mit allen gestalterischen, erlebnisorientierten Mitteln das Leben auf dem Land in dieser Woche nachzuempfinden. Hierbei spielten vor allem biografische Ansätze eine Rolle.

 

 

 

 

In dieser Woche wirkten zudem das Autohaus Baumeister (Ausstellung von alten Autos), die Traktorfreunde Wadersloh (Ausstellung von historischem Gerät & Präsentation einer Traktorparade), der Floreaner Hofmarkt, der Plattdeutsche Krink, der Hof Henkelmann und das Theater Demenzionen mit.


Presse:

31.08.2016: Kühe im Seniorenheim. Video.

05.09.2016: Erinnerungen an lange vergangene Zeiten geweckt. Artikel.

07.09.2016: Mitmach-Theater. Video.



 

 

 

 


April 2014 – Dezember 2014

Erinnerung und Aufbruch – Eine Reise...

 

Regie: theaterkollektiv art+weise  

 

Gruppe (Teil 1): Wohnstift am Südpark, Caritas, Münster

Gruppe (Teil 2): Angehörige von dementiell erkrankten Menschen, Gesundheits- und Krankenpfleger, Menschen mit Interesse am Thema Demenz 

Ort: Münster

Uraufführung: 13.12.2014

Weitere Aufführung: 14.12.2014

Unterstützt von: Fonds Soziokultur, LWL, Heidehof Stiftung 

  

Erinnerung und Aufbruch – Eine Reise... - ein inklusives, intergeneratives Theater- und Medienprojekt für Menschen mit und ohne dementielle Veränderung.

Von April bis Juni 2014 haben wir uns gestalterisch, theatral, biographisch und kreativ an ca. zehn Terminen im Wohnstift am Südpark mit einer Gruppe interessierter BewohnerInnen mit und ohne dementieller Veränderung mit diesem Thema "Reisen" auseinander gesetzt.

Unsere Ergebnisse wurden von einem professionellen Kamerateam  des Bennohauses Münster (Katharina Scherff & Janine Vogel) dokumentiert und festgehalten.

Unsere thematischen Inhalte waren das Reisen, die Vorfreude, die Vorbereitung und der Aufbruch sein. Hinzu kamen die vielen Erlebnisse, die das Leben lebenswert machen, um die Bilder, Gerüche, Farben und Geschmäcker der Nähe und Ferne und natürlich um die Ankunft und das was bleibt.

Ab September 2014 probte dann auch Teil 2 der Gruppe. Inspiriert durch das im Wohnstift gesammelte Medienmaterial entstanden Szenen und Bewegungs-choreografien, durch die sich die Teilnehmer mit den gleichen Theme wie die Senioren auseinandersetzten. Enstanden ist ein multimediales Theaterstück, welches am 14. Dezember 2014 eine äußerst erfolgreiche Premiere feierte.

  

Presse

30.06.2014: Erinnerung und Aufbruch - spielerisch umgesetzt (Caritas) 

09.09.2014: Projekt "Erinnerung und Aufbruch" geht in die zweite Phase (Bennohaus Münster)  

15.12.2014: Ankunft gelungen. Beeindruckende Premiere des Stückes "Erinnerung und Aufbruch" (Caritas)